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Blog Olle Kamelle 2016


18.12.2016

Shrug "Bergen"


Nach einem langen Arbeitstag habe ich oft keine Lust mehr aufwendige Muster zu stricken. Da kam mir der Tipp einer Bekannten gerade recht: Shrug "Bergen". Der Shrug ist absolut genial. In einem Stück gestrickt, stört keine lästige Naht an der Innenseite der Arme. Durch den provisorischen Häkelanschlag nimmt man nach Fertigstellung von etwa der Hälfte des Rückteils die Maschenanzahl nochmals dazu auf und strickt von da an nur noch in Runden. Er ist einfach aber sehr schnell zu stricken. Da die Designerin netterweise DROPS Air verarbeitet hat, blieb auch ich bei dieser Wahl. Dadurch ist der Shrug extrem leicht, aber gleichzeitig auch wärmend. Die gesamte Anleitung -die übrigens kostenlos ist- findet Ihr bei ravelry.

Durch die große Farbauswahl der Air, findet Ihr sicher auch Eure Favoriten.



Er ist das ideale Strickprojekt für Weihnachten. Bequem im Sessel sitzen und einfach runterstricken.

Bis bald
Eure Susanne



11.12.2016
Mützen-Jammer

Im September fragte ich meine Jungs, wer Mützen für den Winter braucht. Natürlich keiner von beiden. Nur mein Mann meinte etwas zurückhaltend, dass er eine neue Mütze nicht ablehne, wenn ich schon dabei wäre. Jetzt gibt es in diesem Haushalt niemand der mehr Mützen hat als er. Nicht weil er die so gerne trägt. Nein. Frei nach dem Motto "Wo ein großer Geist will walten, können keine Haare halten", trägt er sie um keine Frostbeulen am Kopf zu bekommen. Bei -sagen wir mal- minimaler Haarpracht kann es im  Winter auf dem Bahnhof während man auf den Zug wartet sehr kalt werden. Da seine Mütze halt nicht dringend benötigt wurde, verschob ich das Projekt auf die Weihnachtstage.

Im Oktober lag ich im Krankenhaus. Und wie das im Krankenhaus so ist - solange es einem schlecht geht, merkt man nichts. Aber wehe es geht einem besser. Sofort fingen die Finger wieder an zu jucken. Also Jungs - wer braucht Mützen? Ohne Mitleid bekam ich wieder eine Abfuhr.

Vorsichtshalber bereitete ich, nachdem ich wieder zuhause war, alles vor. Wolle, Nadeln -alles lag bereit.

Und dann kam er. Der erste Morgen mit Minustemperaturen. Meine Jungs machten sich fertig, öffneten die Tür - schlossen die Tür und suchten Mützen. Mama stand locker am Türrahmen gelehnt da und grinste. Ich weiß, das war gemein, aber Mütter kennen ihre Kinder nunmal.

"Mama!! Meine Mütze ist zu klein."
"Ach nee. Was du nicht sagst. Wie kann denn sowas?"
"Mama!! Die ist ja total unmodern! Die zieh ich nicht an!"
"Dann lässt du es eben. Ach ja - was ich noch fragen wollte. Braucht jemand neue Mützen?"
Betretene, aber engelsgleiche Gesichter. Kann man da böse sein? Definitiv - nein. Also fing ich an zu nadeln. Und weil ich schon dabei war, bekam mein Mann auch seine neue Mütze. Natürlich alle in Cashmerino ARAN - das Lieblingsgarn meiner Männer.

Dieses Jahr bekamen alle Doppelmützen. Echt praktisch. Bei Bedarf oder je nach Jackenfarbe - bitte wenden. Innen kommt nach außen, außen nach innen. Damit ich keine Naht habe oder eine dickere Wulst vom erneuten Maschenaufnehmen, schlug ich die Maschen im "Judys Magic Cast On" an. So konnte ich bequem und ohne Gefummel in zwei Richtungen stricken.

Fabians Mütze ist von außen in "ARAN Tonals" - moosgrün - und von innen anthrazit.


Mütze aus Aran Tonals



Andreas Mütze ist in "Aran Tonals" peacock und anthrazit. Hier habe ich die anthrazitfarbene Hälfte länger gestrickt. Dadurch entsteht  auf der "Peacock-Hälfte " der Eindruck, er hätte einen Umschlag an der Mütze. Vorallem hier sieht man durch den "Judys Magic Cast On" keinen Übergang. 





Nur Philipps kann ich nicht zeigen. Der ist gerade unterwegs. Erst zum Sport und dann zu Freunden. Ich kann euch aber sagen, dass sie rein schwarz ist.

Jetzt sind alle Ohrenschmerzen und Frostbeulen-Probleme bei meinen Männern  an kalten Wintertagen gebannt. Frost und Schnee kann kommen.

Nur ich werde dann wohl etwas dümmlich aus der Wäsche gucken. Mal sehen, ob ich sie noch ein viertes Mal nadeln kann, bis der große Schnee kommt.

Bis bald
Eure Susanne



13.10.2016



Oh JA!

Heute mal etwas ganz anderes:

Wir liefern ab sofort bei Bestellungen ab € 50 versandkostenfrei. Da macht es doch noch mehr Spaß Wolle zu bestellen.



03.10.2016
West-Fieber

Nun? Erkennt ihr ihn? Dann bitte Finger hoch. Eins, zwei, vier, neun, fünfzehn. Ich wußte doch, dass ihr ihn erkennt. Ja, genau. Es ist der "Starburst" von WestKnit. Ich konnte nicht anders. Er gefiel mir so gut, dass ich schwupps die Anleitung gekauft habe.


Bild Starburst



Aber schon beim ersten Durchsehen erkannte ich, mein Problem. Und das ist meine Körpergröße. Ich bin 1,64 m - zwei Köpfe größer als ein laufender Meter. Der "Starburst" in der Large-Version 3,10 m. Das schrie geradezu danach, dass ich hinter mir jeden Boden schrubbe, wenn ich ihn trage. 
Aber, der liebe Stephen, erkannte das Problem vor mir. Er schrieb eine Anleitung für eine Small- und eine Large-Version. Sehr gut. Die Small-Version passt genau mit ca. 1,30 m. Das passt.
Also ran an die Buletten, äh ich meine natürlich Wolle. Und da war sie wieder: meine Schwäche für "Amitola" und "Alpaka". Ich wußte sofort, das ich "Amitola Tick-Tock" verstricken wollte. Die wundervollen Herbstfarben gefielen mir auf den ersten Blick. Dazu "Alpaka" in hell perlgrau für die Borde und als Abschluß petrol mix. Jeweils ein Knäuel.  Bingo. Kollektives Quitschen im Laden, das wars. Ich konnte anfangen.

Kaum war ich dran, war ich auch schon fertig. "Starburst" ließ sich so einfach stricken wie Lollis lutschen - was ich unter uns gesagt, ganz gerne mache. Lollis kann man durch den Stil so schön im Mund jonglieren, ohne das Strickzeug aus der Hand zu legen. Außer natürlich der Lolli ist fertig gelutscht.

Wir haben so viele tolle, neuen Farben dieses Jahr von der "Amitola" bekommen, dass ich mich schon nach der nächsten Anleitung umgesehen habe. Nur welcher? Askews me? Doodler? Exploration Station?. OH GOTT. Die Körpertemperatur steigt. Ich glaube ich bin im West-Fieber.



10.09.2016

Wo ist die Sonnenbrille?


Im August machten wir ein langes Wochenende im Mittleren Rheintal in St. Goar. Die Hauptfrage vor Abreise war natürlich, welches Strickzeug nehme ich mit. Da ich bei den Modellen von Ute Nawratil schier aus den Socken springen könnte vor Freude, beschloss ich "Prisma" zu stricken. Mir war sofort klar, das ich die "Rialto Luxury Sock" verstricken wollte, aber wie immer gibt es schlichtweg zu viele schöne Farben. Aber eine Entscheidung musste her. Also Augen zu und zugreifen. Ich nahm Farbe 5. Hauptsächlich Beere, Blau - immer gut. Super. Das Kontrastgarn -Baby Merino von Drops- war schnell gefunden. In dunkelgrau. Jawohl. Das wars. Wir konnten fahren.

Da ich Frühaufsteher bin - im Gegensatz zu meinen Männern - saß ich morgens um 08.00 gestiefelt und gespornt  im Frühstücksraum, trank schon mal einen Kaffee und strickte, während ich auf meine Männer wartete. Sehr zum Vergnügen der anderen Hotelgäste. Eine Strickerin im Frühstücksraum war anscheinend eine Sensation.

Aufgrund der abwechslungsreichen Anleitung (www.ravelry.com)  war der erste Teil auch fertig, als wir nach drei Tagen zu Hause ankamen. Und er wuchs und wuchs und wuchs. Ganz schnell.
Nur das Streifenmuster habe ich nicht kraus rechts sondern glatt rechts gestrickt, weil ich finde, dass das Muster dann besser zur Geltung kommt.
Die Farben leuchteten, dass ich mich nach meiner Sonnenbrille umsah.

Und nun, 3 Wochen später, ist er auch schon fertig.



Er ist wunderbar kuschelig und eignet sich bestens, sich an kühlen Tagen einzuwickeln. Ich freue mich schon jetzt drauf.

Bis bald
Eure Susanne


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05.09.2016
Zalando-Feeling bei Kalana

Morgens, 10.00 Uhr in Heinsberg.
Der DPD-Transporter fährt vor. Wie immer steigt der Fahrer mürrisch und etwas missgelaunt aus dem Wagen, weil ich Lieferung bekomme. Er schleppt ein Paket nach dem anderen in den Laden. Alle Hinweise auf Sackkarren verhallen im Universum.

Diese Lieferung wird er so schnell nicht vergessen:
Monatelang sehnsüchtig erwartet, kam sie endlich an. "Flora". Jubelnd mit Wechselschritt tanze ich fröhlich auf ihn zu und teile meinen Kundinnen die frohe Botschaft im Vorbeihüpfen mit. KREISCHALARM. Alle stürmen auf den Paketboten zu. Ich glaube der arme Mann hatte einen Herzstillstand, aber er zeigte zum ersten Mal Humor: "Meine Damen, meine Damen. Ich bringe doch gar nichts von Zalando."
"Nee", antworte ich, "besser. DROPS". Es herrschte völlige Verständnislosigkeit bei dem Mann, weil sich drei Frauen freuten wie Schneekönige. Heute war halt schon Weihnachten für uns.


Weil ich nunmal ein neugieriger Mensch bin und schon so lange auf "Flora" warte, habe ich mir erstmal ein Knäuel mitgenommen. Die Wahl fiel echt schwer. Alle Farben der Flora sind wunderschön. Die Wolle wunderbar weich und man kann gar nicht mehr mit dem Streicheln aufhören. Aber ich hatte mir vorgenommen Euch einen ersten Eindruck zu verschaffen. Demnach hieß die Devise: aufhören mit streicheln, anfangen mit stricken.





Wie erwartet läßt sich das jüngste Baby der Dropsfamilie bestens verarbeiten. Die Maschen gleiteten nur so von der Nadel und der Musterlappen war schnell gestrickt. Wie ihr sehen könnt, eignet sich die Wolle für Ajour- als auch Aranmuster. Rechts-Links-Muster und auch Halbpatent kommen gut zur Geltung.



Damit haben wir mit der "Flora" ein echtes Allround-Garn im Sortiment. Da fällt die Auswahl der Anleitung noch schwerer.

Bis bald
Susanne

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18.08.2016 Linientreu
Jippie I yeah!!

Kennt Ihr das: Man surft etwas gelangweilt bei ravelry nach neuen Anleitungen und dann geht´s Bummmmm. Die Augen werden groß, der Mund klappt auf und das Herz singt "jippie I yeah". So geht es mir bei den Modellen von Ute Nawratil.

Nach anfänglichem Freudentanz um den Tisch mit eingelegten Hüpfern -ja auch solche Couchpotatos wie ich schaffen das locker bei der richtigen Motivation-, verständnislosen Blicken der Jugend ("Geht´s noch!") und einem erstaunten Mann ("Seid wann bist du so sportlich?"), rattert das Gehirn los - welche Wolle, welche Farbe? Rot, blau, lila, rosa oder doch alle zusammen?

STOP! Jetzt ganz ruhig. Wie schon Otto sagte: Großhirn an alle: Kommt runter.

Wenn sich dann alles beruhigt hat, mal lässig durch den Laden schlendern und gucken. Man hat ja eine gewisse Vorstellung wie es aussehen soll. Meine Gedanken richteten sich sofort auf "Amitola" von Louisa Harding und "Alpaka" von Drops. Beide Garne fassen sich nicht nur wunderbar an. Sie ergänzen sich hervorragend. Eine himmlische Symbiose mit Wow-Faktor.

Und hier ist er: mein "Linientreu":

Tuch Linientreu

Also machte ich mich ans Werk. Was kann jetzt noch schiefgehen? Nichts.

Die Anleitung war einfach ein Traum. Durch die Dreiecke in Abwechslung mit Streifen und am Ende die Zacken war das Stricken ein Vergnügen und nie langweilig. Die Anleitung nahezu perfekt und absolut verständlich. Selbst nach langen Arbeitstagen, wenn der Kopf schon qualmt und das Gehirn langsam heißläuft, war es ein Vergnügen.
Die Anleitung findet ihr unter hier (ravelry).


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Hallöchen zusammen!

Hier entsteht mein kleiner Blog. Ich möchte Euch hier von den großen und kleinen Malheuren in meinem Strickalltag berichten, neue Wolle und Farben vorstellen und, und, und.......

Im Laufe der Zeit werdet Ihr sehen: Nobody is perfect. Und es ist immer beruhigend zu wissen, dass es auch anderen so geht. Manchmal ist das halt so. Zuviel Arbeit, zuviel Stress und dann klappt es halt mal nicht. Vorallem bei Mustern, die ich schon gefühlte 100.000 mal gestrickt habe, frage ich mich manchmal, ob ich einen an der Klatsche habe. Besonders beliebt bei mir ist, Zopfmuster falsch herum zopfen und es nicht mal merken. Da kann es schon mal sein, dass ich etliche Zentimeter wieder rückwärts stricke. Sehr zur Belustigung meiner Männer. Na, wenigstens die haben ihren Spass.

Dies ist aber auch eine Gelegenheit, Euch um Eure Meinung zu fragen. Was kann ich verbessern, was wollt Ihr mehr (Wolle, Farben, Anleitungen, Service). Was gefällt Euch, was gefällt Euch nicht. Ich bin für alles offen. Schreibt mir einfach eine Mail unter info@kalana.de. Ich arbeite daran, das ganze für Euch einfacher zu machen, die Beiträge direkt zu kommentieren. Aber auch hier gilt - wie beim Stricken - Geduld ist gefragt. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Ich bedanke mich schon jetzt und sage:

Bis bald
Eure Susanne